Wo noch nie ein Israeli und ein Deutscher paddelten - Abenteuer im Wilden Osten
1 - Die Tour
Wer und Wann
David, Holger
8 tage im Sommer 2004
Die Strecke
194 km (16,5km - 10,5km - 28,5km - 21km - 36,5km - 14,5km - 39,5km - 27km)
Stausee östlich von Baranovice nach Slonim
Bootsverleih
haben nichts dergleichen gesehen, aber wer weiß.
Startpunkte
- bei Baranovice am Ende des Stausees
Anfahrt/Rückfahrt und Transport
Bahn:
???
Auto:
Davids Schwiegervater hat uns sowohl an den Startpunkt bebracht als auch wieder am Ziel abgeholt. Das war natürlich sehr bequem.
Quellen und Links
- über die gängigen Paddelreviere gibt es in Weißrussland einfache Broschüren mit allen wesendlichen Informationen
- DKV-Auslandsführer NO-Europa
Ausrüstung
Abgesehen von der dünnen Besiedlung und der dementsprechenden Versorgungslage gibt es keine wirklichen Schwierigkeiten auf dem Fluss. Gutes Kartenmaterial ist vor allem im recht wilden und unübersichtlichen Oberlauf von Vorteil. Hier muss man in einem riesigen Schilfgebiet und dem anschließenden Waldgebiet mit seinen vielen Nebenläufen und Verzweigungen ein wenig aufpassen damit man sich nicht verirrt. Tipp: immer der Hauptströmung folgen! Als Kartenmaterial eignen sich besonders die alten sowjetischen Militärkarten. Übrigens, die vielen Pionierlager die dort eingezeichnet sind, sind keine Pionierlager.
Kilometrierung
Eine zuverlässige Kilometrierung stand uns nicht zur Verfügung, aber die guten Karten in Zusammenhang mit unserem GPS-Gerät reichten zur Orientierung völlig aus.
Sonstiges
Hier fällt mir nur was zur Verpflegungssituation ein. Für die ersten Tage ist es schon nötig Proviant mit zu nehmen. Später gab es ab und zu die Möglichkeit in kleinen Dorfläden das nötigste nach zu kaufen.
Hier vielleicht das wichtigste, ohne David der ja bis Anfang der 90iger Jahre dort gelebt hat würde ich eine Tour in diese Regionen niemanden empfehlen. Man sollte jemanden dabei haben der sich mit Sprache und Gewohnheiten im Land auskennt.
2 - Informatives
Kartenskizze
Der Fluss
...
Bemerkungen
Abseits des Wassers :
hier ist vorallem die historische Schleusenanlagen am südlichen Punkt des Flusslaufes und die alten Wehranlagen aus der Zeit des zweiten Weltkriges zu erwähnen.
Wenn man die Tour bei Slonim beendet sollte man die Gelegenheit nutzen eine der heiligsten Stätten der Region zu besuchen das Swjato-Uspenski Kloster. Das Hauptheiligtum ist eine uralte Ikone und zwar die wundertätige Ikone der Mutter Gottes. In der Nähe der Ikone geschahen Wunder: Sie heilte Schwerkranke, machte einige Blinde wieder sehend und so erlangte das Kloster seine Bedeutung.
Die erste Steinkirche wurde hier 1613 gebaut und im Laufe der Zeit erweiterte sich der Komplex.
Schwierigkeiten:
- keine großen, sieht man mal von dem unübersichtlichen Flusslauf der ersten 2-3 Tage ab. Die hauptsächlichen Schwierigkeiten lagen an Land, aber dazu später mehr.
Zitate von anderen Quellen
www.
3 - Die Tour in Wort und Bild
»Intro
Leider ist auch das eine Tour deren Begleittext erst einige Jahre später entstand. In Anbetracht der eindrücklichen Erlebnisse ist das zwar sehr schade, aber ich hoffe mich mit Hilfe der Bilder noch an die wichtigsten Dinge erinnern zu können.
Nachdem Teile der Wikinger im Vorjahr das erstemal die heimischen Gewässer in Richtung Tschechien verlassen hatten bekamen wir Lust auf mehr "exotischere Gewässer". Davids Wurzeln liegen ja recht weit ostwärts in Minsk. Ein Teil seiner Familie lebt immer noch dort. Was lag also näher, als sich mal in diese Richtung zu orientieren. Als Paddelland ist Weißrussland nicht sehr bekannt. Davids Recherchen im Vorfeld der Tour ergaben dann doch, dass man dort ein paar interessante Reviere findet.
Am Ende der Seite habe ich noch ein paar andere potentielle Paddelziele festgehalten. Vielleicht kommen wir ja nochmal her.
Wann und in welchem Zusammenhang der Entschluss zu einer Weißrusslandtour reifte bekomme ich nicht mehr zusammen. Jedenfalls brachte David von einem seiner Familienbesuche eine kleine Brochure zum Thema Paddeln in Weißrussland mit. Er war selbst überrascht, wieviele lohnende Ziele es dort gab. Nach intensivem Studium des kleine Heftchen wählten wir die Tschara als unser Ziel aus. Dafür gab es im Wesendlichen zwei Gründe. Die meisten anderen Reviere waren für eine 8-10 Tagetour zu kurz, meist reichten sie nur für 3-5 Tage. Zwar hätte man zwei dieser Touren kombinieren können aber wir scheuten den damit verbunden logistischen und zeitlichen Aufwand. Der zweite Grund lag in der Flußbeschreigung des Autoren. Die Tschara war wohl sein absoluter Lieblingsfluss. Im Nachhinein ist das nicht ganz nachzuvollziehen. Auch andere Paddler, die wir in Minsk traffen waren der Meinung, dass er da in der einheimischen Paddelszene ziehmlich alleine da steht. Aber nun gut, schlecht ist der Fluss auch nicht.
»Vorbereitung
Visa, Auslandsreiseversicherung, Ausrüstung (Wasserfliter, Messer schärfen)
»Anreise
»Weitere Regionen
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